... ist eine der wohl bekanntesten Hunderassen. Der Grund dafür liegt vor allem an seinem knuffigen Äußeren, so dass diese Rasse überall so unwahrscheinlich auffällt. Die Bezeichnung "Beagle" taucht zum ersten Mal in dem Buch "The Squire of Low Degree" auf. Es wurde 1475 veröffentlicht.





Das Entstehungsland unserer heutigen Beagles ist England. Doch ursprünglich leiteten sie sich wahrscheinlich von Jadghunden aus Frankreich ab, die noch vor dem 15. Jahrhundert nach England kamen. Dabei unterschied man zwischen dem "Northern Hound" und dem leichteren, schlankeren Typ aus dem Süden Frankreichs. Dieser wurde "Southern Hound" genannt.
Später wurden die französischen Jagdhunde dann mit dem Talbot gekreuzt. Das Ergebnis war ein Hund mit einer vorzüglichen Nase, sowie einem unbeirrbaren Spurwillen. Dieser Hund verfügte auch über einen bestimmten Spurlaut und wies vielfältige Farben auf. Die Basis des heutigen Beagles mit dem Ziel zur Hasenjagd war somit geschaffen.




Über Jahrhunderte hinweg war "Beagling" in Großbritannien ein beliebter Sport. Unter dem Begriff verstand man die Jagd mit der Beaglemeute nach Hasen. Man folgte der spurlaut jagenden Meute zu Fuß, weshalb die geringe Größe des Beagles seit jeher ein wesentliches Rassemerkmal darstellt. Der Schulterhöhe der Tiere variierte je nach Gelände, indem gejagt wurde. So waren Hunde mit 33 cm Schulterhöhe schnell genug um Hasen in ebenen, weitgehend hindernislosen Gebieten zu verfolgen. In unwegsameren Gegenden dagegen besaßen die Tiere schon eher eine Größe von 40 cm. So lassen sich die heute geltenden Größenfestlegungen für die Rasse Beagle leicht erklären.



Der Beagle ist einerseits elegant, flink und wendig, allerdings auch kräftig und durchtrainiert, damit er die nötige Ausdauer für die Hasenjagd mitbringt.
Kopf und Schädel sollen von mäßiger Länge, kraftvoll, aber nicht grob sein, sowie auch ohne Hautfalten. Sein Fang trägt eine angemessene Belefzung. Der Nasenspiegel ist breit und vorzugsweise schwarz. Bei helleren Hunden ist aber auch weniger Pigmentierung erlaubt. Die Augen sind haselnuss- bis dunkelbraun und groß im Verhältnis zum Kopf. Die Ohren sind lang und unten abgerundet. Der Schwanz steht immer aufrecht. Seine Spitze ist immer weiß.
Die Größe eines ausgewachsenen Beagles liegt zwischen 33 cm und 40 cm. Es gibt den Beagle in drei Farbvarianten: Tircolor, Bicolor und Hairpied, wobei letztere am seltensten ist.




Im Wesen ist der Beagle ein fröhlicher Hund, der sehr aufgeweckt und intelligent ist. Er kann sehr stur sein und wird immer versuchen seien Kopf durchzusetzen. Durch die Meutejagd benötigt der Beagle eine Familie mit starken sozialen Strukturen. Außerdem ist er sozial sehr verträglich, offen und freundlich. An neue Familienmitglieder, egal ob Mensch oder Tier, wird er sich schnell gewöhnen. Worauf man sich bei einem Beagle allerdings einstellen muss, ist der leidenschaftliche Jagdtrieb. Auch ein Showbeagle wird diesen nicht verlieren.

Quellen:
Paul Jordan - Mein gesunder Beagle
Thomas Warneke - Beagle
Bärbel Kronz - RATGEBER für ein glückliches BEAGLE-LEBEN